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In den Sommermonaten von Juni bis September fällt in Griechenland so gut wie kein
Niederschlag, die mittleren Tagestemperaturen liegen zwischen 25 und 28 °C. Höchstwerte von weit über 30 °C sind die Regel. Nachts kühlt es auf 20-24 °C ab. Die Sonne scheint jährlich an über 300 Tagen.
Ab November beginnt die Regenzeit, die bis April andauert. Heftige Niederschläge und
kühle Tage führen dazu, dass Fährverbindungen stark reduziert werden, viele Hotels und Tavernen schließen und die Inhaber vielfach die Inseln verlassen.
Ab Mai beginnt die neue Saison mit vielen blühenden Blumen und Bäumen. Die
Temperaturen von Luft und Wasser steigen, ab Juni hat das Meer Badetemperatur.
Juli und August sind nicht nur die windigsten Monate und die Zeit der ausländischen
Touristen. Es sind auch die Tage und Wochen, an denen die Griechen (v. a. aus Athen) Ferien und Wochenenden auf den Inseln verbringen. Dann kann es in Hotels, Tavernen und an den Stränden sehr voll werden. Ab September ist für
die Griechen die Reisezeit vorbei, die Inselwelt gehört den Ausländern.
Meltémi - der ägäische Sommerwind
Der Meltémi - manchmal auch Meltime genannt - ist der
verlässlich in den Sommermonaten vorherrschende Nordost- bis Nordwest-Wind zwischen Attika und der türkischen Westküste. Er entsteht durch ein Hitzetief über der Türkei und wird am stärksten bei einem
gleichzeitigen stationären Hoch über dem westlichen Mittelmeer und der Adria. Der Ausgleich dieses Druckunterschieds zwischen Ost und West verursacht während der Monate Mai bis September
den Meltémi. Er erreicht im Juli und August seine größte Stärke mit durchschnittlich 6 Beaufort und bläst dann auch des öfteren während der Nachtstunden durch. Im Westen der Ägäis kommt er
aus NE, etwa bei Mykonos bereits direkt aus Nord und je weiter nach Osten man segelt, um so mehr dreht er auf NW bis schließlich West an der türkischen Küste, was für die Routenplanung
unbedingt zu beachten ist, wenn man nicht seinen Törn mit ständigem Am-Wind-Knüppeln bei bis zu drei Meter hohem Seegang verbringen will.
Kleiner Tipp aus unserer Erfahrung Wenn’s mal ganz dick kommt: kurz vor Sonnenaufgang lässt der Meltémi normalerweise kurzzeitig
nach - als wollte er Luft holen für den Tag. Zeit genug, um die Gegenanstrecke vom Ankerplatz bis ums nächste Kap einfacher zu bewältigen.
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